Pflück-Glück: Ich sammle … Knoblauchsrauke

Vor zwei Jahren lief ich eines schönen Frühlingstags staunend hinter der Alles-über-Wildkräuter-Wisserin, Textzicke und Texttreff-Netzwerkkollegin Lilian Kura her und ließ mir zeigen, was an Essbarem am Wegesrand wächst.

Seitdem will ich mehr mit Wildkräutern … hab ich aber nie. Zum Glück ist es nie zu spät, der nächste Frühling kommt bestimmt, und … huch, er ist schon da? Na, dann mal los und raus!

Der Schatz

Knoblauchsrauke erkenne ich seit dem Kräuterspaziergang mit Lilian mit absoluter Sicherheit. Verwechslungsmöglichkeiten gibt’s da kaum. Zur Sicherheit habe ich ein bisschen an einem Blatt gerieben – jep, riecht nach Knoblauch. Gepflückt und rein in den Beutel.

Die Fundstelle

KnoblauchsraukeGenau deshalb bin ich wildkräutermäßig bisher nicht so recht in die Pötte gekommen: Da ich mitten in einem Großstadtviertel mit eher wenig Grün und gefühlt enormer Hundedichte wohne, gibt es kaum eine Pflanze, die nicht täglich – nun ja: gedüngt wird. Ich bin also auf den (hundefreien) Friedhof gegangen. Dort guckten tatsächlich an einer Wegecke ein, zwei Knoblauchsraukenpflänzchen unter der ordentlich beschnittenen Hecke hervor. Da die Pflanze unter Friedhofs- und sonstigen Gärter_innen als Unkraut gilt, hat wohl niemand etwas dagegen, dass ich sie gepflückt habe. Auf dem Rückweg kam ich übrigens an einem Spielplatz vorbei, und dort habe ich ebenfalls in den umrandenden Beeten (innerhalb des Anti-Hunde-Zauns) ein paar Pflänzchen entdeckt. Für nächstes Mal.

Grundsätzlich macht es die Knoblauchsrauke Wildkräutersammelwütigen nicht besonders schwer: Sie wächst wirklich häufig am Wegrand, auch in der Stadt.

Die Mahlzeit

Ich habe mit den Blättern ganz unspektakulär erst einmal Salat aufgemischt. Das war toll: Sie schmecken nicht nur ein bisschen knoblauchig-herzhaft, sondern auch ein bisschen bitter und haben den normalen Kopfsalat deutlich interessanter gemacht. Wiederholung ist geplant! Oder rühre ich sie beim nächsten Mal klein geschnitten in Quark? Mal sehen …

Knoblauchsrauke auf einem Tablett

Wie ist das bei euch – seid ihr schon auf den Wildkräutergeschmack gekommen?

9 Gedanken zu “Pflück-Glück: Ich sammle … Knoblauchsrauke

  1. Anna c.

    Ich bin immerzu unsicher ob dieses Gewächs was ich sehe wirklich Knoblauchsrauke ist- Vincent Klink schwärmt so davon. Jetzt werd ich mal dran riechen- dank dir!

  2. Bentolily

    Vorgestern haben der Mann und ich vor diesen Pflanzen am Wegesrand gestanden und uns (gegenseitig) gefragt, was das wohl ist. Danke fürs Schließen der Bildungslücke. Wenn ichs mal im hundefreien Gelände erwische, ist es meins…

    1. Sabine Schlimm Artikel Autor

      Lustig – ich bin an der Pflanze jahr(zehnte)lang einfach vorbeigelaufen, ohne sie überhaupt wahrzunehmen. Und seit sie mir mit Namen vorgestellt wurde, sehe ich sie überall.

  3. Hexesofia

    Hi,
    ja, Knoblauchrauke wächst wie wild (im wahrsten Sinne des Wortes) in meinem Garten.
    Was auch köstlich schmeckt und super einfach zu machen ist:
    Tomatensalat mit Knoblauchrauke
    dazu eine Frühlingszwiebel schneiden
    und ein Dressing mit Olivenöl, Salz und Zitronensaft (oder Essig)
    Schmeckt sehr erfrischend und macht Lust auf Frühling und Sommer!
    Lieben Hexengruß
    Sofia

  4. PurpurBête

    Man kann die Knobirauke auch gut an warme Gerichte geben: zum Schluss unterheben. Pastasoßen damit sind herrlich!
    Gestern gabs ein Risotto mit Grünem Spargel und Knoblauchrauke (also am Ende zugegeben). Dazu noch in Olivenöl gebackenen Grünen Spargel und alles bestreut mich fein geschnittener Knoblauchrauke, den Blüten und Parmesan
    Ich sehe das mit den Hunden etwas pragmatischer: Zwar pflücke ich auch nie direkt neben dem Weg, sondern gucke, wo wohl wenig Hunde längs gehen, aber darüber hinaus weiß ich, dass Hundepipi erstens wasserlöslich ist (ich wasche die Rauke ja noch) und zweitens ungiftig. Drittens gibt es zumindest hier mindestens 5x soviele Karnickel und die machen schließlich auch Pipi ;o)

    Man kann die Rauke übrigens auch einfrieren, sie verliert zwar ihre schöne Farbe und wird dkl-grün, aber der Geschmack bleibt ziemlich gut erhalten und für Suppen, Soßen, Gemüsepfannen geht es allemal.

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