Fregola-Kürbis-Salat mit Salzzitronen

Vielleicht erinnert ihr euch: Vor einiger Zeit hatte ich euch eine Art Best of der Vorräte in meiner Speisekammer vorgestellt. Also, ein Best of „müsste auch mal weg“. Unter diesen Vorratsschätzen befand sich auch eine Tüte mit Fregola sarda.

Fregola sarda

Die kleinen Pastakügelchen stammen von Sardinien und sind deshalb so unregelmäßig hellbraun, weil sie im Ofen geröstet werden. Bei uns bekommt man sie manchmal in italienischen Spezialitätengeschäften – im hübschen Papiertütchen und zu Preisen, die vermutlich suggerieren sollen, dass jede einzelne Nudelkugel von einer sardischen Nonna liebevoll handgerollt und mit einer Pinzette an genau die richtige Stelle im Ofen gelegt wird.

Schon klar, dass ich da zugreifen musste, oder? Es gibt ja alles Mögliche, was bei mir keinerlei Kaufreflexe auslöst (Schuhe, Diamanten, Porsche), aber bei Lebensmitteln, die irgendwie exklusiv und interessant daherkommen, bin ich ziemlich leicht verführbar.

Tja, und dann lag die tolle Pasta bei mir rum und wartete auf den angemessen exklusiven Anlass. Und wartete … Bis ich sie neulich einfach ganz anlasslos verkocht habe, und zwar in einem Salat mit ofengeröstetem Kürbis und Salzzitronen. Ich dachte ja, die Kombination hätte mein kreatives Gehirn einfach so ausgespuckt. Aber dann stolperte ich kurz darauf bei David Lebovitz über einen Salat, der frappierende Ähnlichkeit mit meinem hat, und musste einräumen, dass die Rezeptidee wahrscheinlich in meinem Kopf schlummert, seit ich sie vor ein paar Jahren in diesem Blog gelesen habe. Ts.

Wie auch immer: Der Salat schmeckt so toll, dass ich kurz nach dem Verzehr gleich wieder losgestiefelt bin und Fregola sarda nachgekauft habe, um den gleichen Salat noch einmal zu machen und zu einer Party mitzubringen. Ich glaube, da kam er auch gut an. ;-)

Deshalb schicke ich das Rezept jetzt zu Susannes Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ im Blog Magentratzerl:
Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

Denjenigen von euch, die Fregola sarda weder zufällig im Schrank noch einen italienischen Spezialitätenladen um die Ecke haben, schlage ich vor, den Salat mit grobem Bulgur (also: gegartem!) zuzubereiten. Oder vielleicht tatsächlich mit anderer Pasta, vorzugsweise kleineren Formen, die ein bisschen Biss behalten. Vollkornpasta kann ich mir hier übrigens sehr gut vorstellen!

Und in dem unwahrscheinlichen Fall, dass jemand von euch tatsächlich immer noch keine Salzzitronen zu Hause hat: Ich würde dann einfach die Schale von einer Bio-Zitrone abreiben und die Zitrone auspressen, die Zitronenschale unterheben und mit dem Saft, dem Olivenöl und der Harissa eine Vinaigrette als Dressing rühren. Wie, Harissa liegt auch nicht im Kühlschrank? Okay, alles mit Cayennepfeffer abschmecken. Und vielleicht je eine Prise gemahlenen Koriander und gemahlenen Kreuzkümmel (Cumin) zugeben.

Aber Kürbis habt ihr schon da, oder?

Na, dann ist ja gut.

Kürbis-Fregola-Salat mit Salzzitronen

 

Fregola-Kürbis-Salat mit Salzzitronen
Quelle: 
Zubereitungszeit: 
Garzeit: 
Zeitbedarf gesamt: 
Portionen: 2
 
Zutaten
  • 600 g Hokkaidokürbis (ein halber mittelgroßer)
  • 1 EL neutral schmeckendes Pflanzenöl
  • Salz
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 250 g Fregola sarda (oder eine andere Pastasorte)
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 Salzzitronen-Viertel plus etwas Salzzitronen-Flüssigkeit
  • 2 EL Olivenöl
  • ¼ TL Harissa (wer es scharf mag, auch mehr)
Anleitung
  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Kürbis außen abbürsten, das fasrige Innere und die Kerne mit einem Löffel herausschaben und das Kürbisfruchtfleisch in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Würfel mit Öl, Salz und Koriander in eine Schüssel geben, den Knoblauch schälen und durch die Presse dazugeben und alles gut vermischen. Die Kürbiswürfel auf ein Backblech geben und im heißen Backofen ca. 20 Minuten backen, bis sie gar sind (sie sollten sich nicht mehr hart anfühlen, wenn ihr mit dem Messer hineinstecht, aber auch nicht zu weich werden). Den Kürbis herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Fregola sarda (oder andere Pasta) in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung knapp gar kochen, in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken, um den Garprozess zu stoppen.
  3. Die Petersilie nach Belieben kalt abspülen und gut trocken schütteln (ich mache das nur, wenn sie sehr sandig ist). Die Blättchen abzupfen, fein hacken und in eine Salatschüssel geben.
  4. Aus den Salzzitronenvierteln die Kerne herauspulen. Ihr könnt auch das gesamte Fruchtfleisch entfernen, so wie es die reine Salzzitronenverwendungslehre vorsieht; ich benutze es meist mit. Die Salzzitronenschalen mit oder ohne Fruchtfleisch fein hacken.
  5. Aus der Salzzitronenflüssigkeit mit dem Olivenöl und der Harissa ein Dressing rühren und falls nötig mit Salz abschmecken.
  6. Kürbis und Pasta zur Petersilie geben und alles mit dem Dressing mischen. Der Salat schmeckt lauwarm oder kalt.
Anmerkungen
Für die Partyversion darf es ruhig die doppelte Menge sein.

Vegan ist dieser Salat übrigens auch und passt daher zum #tierfreitag.

tierfreitag

8 Gedanken zu “Fregola-Kürbis-Salat mit Salzzitronen

    1. Sabine Schlimm Artikel Autor

      Ah, griechische Nudelkugeln kenne ich noch gar nicht, nur den Nudel-„Reis“ Kritharaki. Muss ich doch gleich mal nachgucken gehen. Vielleicht sind die ja etwas, ähem, preisgünstiger.

  1. Sarah Maria

    Ein Rezept für alle Eventualitäten. :D
    Von diesen kleinen Pasta-Bällchen habe ich bisher immer nur gelesen, sie aber selbst noch nie gegessen – weil ich bisher keine Idee hatte, was ich damit anstellen sollte. Aber das hat sich ja nun zum Glück geändert. Sie werden also demnächst unbedingt miteingekauft. :)

    Liebe Grüße,
    Sarah Maria

    1. Sabine Schlimm Artikel Autor

      Freut mich, dass du das Rezept probieren willst – und dass Du die Fregola sarda schon im Blick hast. Normalerweise ist es ja eher umgekehrt: Man liest in einem Rezept von einer Zutat, die man noch nie verwendet hat, und weiß gar nicht, wo man die herbekommen soll.

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